Feder

Berichte von schamanischen Reisen

Spontane Reise beim Trommeln

20.04.2006

Ich war die Trommlerin
Plötzlich war mein Bär da und brachte mich in den Urwald. Aus dem Gebüsch lugte ein südamerikanischer Indianer hervor. Er war mit einem Lendenschurz bekleidet, hatte Körperbemalung und im Haar waren Federn – bunte Federn – Papageienfedern. Er brachte mich in ein Dorf mitten im Urwalds. Kinder sprangen herum. Alle lief zusammen und freute sich über mein Kommen. Ich wurde zu einer Hütte gebracht, die etwas abseits lag. Heraus kam ein Medizinmann. Er sah irre aus – seine Bemalung, der Umhang den er trug – echt irre!
Ich kniete einfach vor ihm nieder.
„Dies ist keine Initiation, aber wir begrüßen dich, freuen uns das du unseren Weg gehst. Die ist ein Willkommen an dich! Nun geh zurück, doch bald wirst du bei uns sein und zu unserer Mitte gehören. Wir glauben dasselbe und unsere Liebe vereint uns.”
Er legte mir eine Kette mit Urwaldblüten (Orchideen) um den Hals, zog mich nach oben und umarmte mich. Das war das Zeichen für die anderen. Sie schrieen und jubelten, tanzten und umarmten mich. Sie lachten und freuten sich mit mir. Dann wurde ich an das Ende des Dorfes begleitet. Alle winkten mir zum abschied zu und der Bär zog mich durch den Urwald wieder zurück.

Schamanische Reise zur Geburt

10.10.2006

Kein Krafttier – zwei Frauen: meine Mutter und eine dunkelhaarige Frau.
Wir waren in unserem Haus in meinem Geburtszimmer – ich fühlte mich sehr mit meiner Mutter verbunden – Zusammenarbeit.
Zuerst saß ich fest, konnte mich nicht rühren – spürte meinen immensen Drang aus der Enge herauszukommen – empfand enormen Druck – Wehen!
„Auf, lass mich los und schieb mich nach draußen!” hörte ich mich rufen. Zusammenarbeit! Druck! Schieben! Kälte! Wohlig warme Decken! Liebe = dunkelhaarige Frau und meine Mutter = Liebe!
Ich bekam mit dass kein Mann da war, auch kein Arzt – der kam zu spät. Frauenkreise!

Gedanken zur Reise

Ich habe mit meiner Mutter über meine diese Reise gesprochen und sie hat mir einiges Interessantes berichtet. Zum einen war wirklich kein Mann anwesend. Mein Vater kam zwar später dazu, aber da war ich schon auf der Welt. Dasselbe gilt für den Arzt. Die dunkelhaarige Frau war meine Großmutter, eine Hebamme war auch da, aber die habe ich wohl nicht so wahrgenommen – oder vielleicht war es für mich nicht wichtig.
Meine Oma – meine Lebensmutter – und meine leibliche Mutter (wir haben alle unter einem Dach gewohnt – wir waren schon immer ein Mehrgenerationenhaus) waren immer mein Frauenkreis – zwei starke Frauen, vor allem meine Oma, die mich besonders geprägt und unterstützt hat.

Schamanische Reise zur Empfängnis

10.10.2006

Kein Krafttier – ich war an einem Ort des Lichts, des Friedens und der vollkommenen Harmonie. Lichtwesen aller Arten „flogen” herum – undefinierbare Körper, manchmal gar keine Materie.
Dann eine Stimme: „Pass auf! Du bist dran! Es ist soweit! Du darfst den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen, sonst klappt es nicht!”
Plötzlich war ich im Leib meiner Mutter und sah zu wie sich die Zellen teilten. Nein! Ich dirigierte schon die Spermie zum Ei und entschied ganz bewusst welche Erbanlagen ich mitbekommen möchte.
Ich erschaffte mich selbst!!!
Dann, als alles beendet war, wurde ich ein Teil des von mir erschaffenen Körpers.
Echt der Wahnsinn!

Gedanken zur Reise

Über die Reise zur Empfängnis habe ich lange, viel und oft nachgedacht und sie beschäftigt mich immer noch. Zum ersten, dieser Ort des Lichts – es war ein unglaublich friedvolles Empfinden, so sehr, das ich kaum da weg wollte. Auch die Lichtwesen, die ich meist ohne Materie wahrgenommen habe, einfach auf einer völlig anderen Ebene, haben mich beeindruckt und tun es immer noch.
Die Aussage: „Du darfst den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen!” gibt mir viel zu denken. Was passiert wenn man den richtigen Zeitpunkt verpasst? Ist man dann nicht lebensfähig, oder nur bedingt? Erklärt dies warum manches Leben sterben muss bevor es geboren ist, oder kurz danach? Hat da eine Seele den „richtigen Zeitpunkt” verpasst? Kommen so manche Behinderungen zustande? Ich habe mehr Fragen als Antworten.
Und dann dieses „Erschaffen” meines Körpers – meines Selbst – das ist der absolute Hammer! Ich bin zwar schon immer der Meinung gewesen, dass man sein Leben und die darin enthaltenen Lektionen selbst aussucht um bestimmte Erfahrungen zu machen, damit die Seele wachsen, gedeihen und sich weiterentwickeln kann, aber es dann so zu erleben in meiner schamanischen Reise war doch mehr als verwunderlich.
Sich selbst erschaffen – das ist doch ein enormer Gedanke. Man sucht sich die Erbanlagen und Eigenschaften zusammen, die man zur Bewältigung seiner Lebensaufgaben benötigt.
Außerdem zeigt mir diese Reise wie göttlich wir doch alle sind – das war schon immer und ist weiterhin meine persönliche Überzeugung! Die schamanische Wanderung weist aber auch darauf hin, das wir für alles selbst verantwortlich sind – auch davon war ich schon immer überzeugt.
Als letzte Überlegung noch dies, die Reise zur Empfängnis zeigt mir ganz deutlich, dass die Lebensaufgabe schon davor feststeht, sonst würde es ja keinen Sinn machen sich selbst die „richtigen” Werkzeuge (Talente, Veranlagungen, Aussehen, etc.) bei der Empfängnis zusammenzustellen.